Bericht vom Bürgerforum am 4.Juni

BINO Bürgerforum im Künstlerhof BuchUnsere Bürgerinitiative war am Rande der BINO-Veranstaltung  auf dem Künstlerhof Buch mit einem Stand vertreten. Wir verteilten dort Flyer, führten interessante Gespräche und sammelten Unterschriften. Das Interesse war ausgesprochen groß, und was uns am meisten gefreut hat, war die breite Unterstützung für unser Anliegen. Nur ganz wenige Menschen sprachen sich für den Autobahnanschluss aus, aber bei der Gretchenfrage, wohin denn die 25.000 Fahrzeuge an der Achilles- und Wiltbergstraße verschwinden sollen, wenn nicht in die bereits jetzt überlasteten Durchgangsstraßen, wusste man entweder keine Antwort oder flüchtete sich in Allgemeinplätze.

Ganz offensichtlich setzt sich jetzt aber auch in Kreisen der Befürworter die Erkenntnis durch, dass ein neuer Autobahnanschluss an dieser Stelle weder sinnvoll noch durchsetzbar ist, jedenfalls sind hinter den Kulissen deutliche Absetzbewegungen und Rückzugsgefechte erlennbar. Am darauf folgenden Tag wurde am Runden Tisch Blankenburg sogar öffentlich verkündet, dass man diesen Autobahnanschluss nicht weiter fordern wird, wenn sich das im Sommer erwartete Gutachten ebenfalls dagegen aussprechen sollte.

Das ist doch schon mal ein toller Erfolg für unsere argumentative Arbeit – obwohl – es wäre nicht das erste Mal, dass ein unsinniges Verkehrsprojekt gegen alle Vernunft realisiert wird, daher warten wir sehr wachsam das Verkehrsgutachten und die Machbarkeitsstudie ab!

Hier noch ein paar Bilder von der BINO-Veranstaltung, die mit 150 Leuten recht gut besucht war.

7 Gedanken zu „Bericht vom Bürgerforum am 4.Juni

  1. Diese Forderung kann nur von den grünen kommen. Ich habe die Webseite noch nicht gesehenund mein verdacht viel darauf, dass ie idee nur von den grünen kommen kann. Aber anscheinend haben die keinen klaren Kopf. Es macht für lkws keinen Sinn durch Karow zu fahren es sei denn das Ziel liegt da. 90 % sollen laut Bericht gegen die Ausfahrt sein. Alles palaber, ich wohne in Karow und kenne noch weitere die genauso für die Ausfahrt sind. Ich gebe meinen Otto nicht fuer einen schwachsinnigen Bahnhof in Buch.

    • Die Idee des Bahnhofes ist so schwachsinnig nicht. Der Bahnhof wäre eine attraktive Ergänzung des Standortes Buch. Auf keinen Fall jedoch ist er Ersatz für den Autobahnanschluss; der A10-Anschluss ist alternativlos. Die Projekte Autobahnanschluss und Regionalbahnhof haben aber eines gemeinsam, nämlich den Grundgedanken, Vorhandenes zu optimieren. Durch Buch und Karow führt seit 1973 der Berliner Ring, allerdings für Buch und Karow (30.000 Einwohner) ohne Nutzen. Ebenso verhält es sich mit der Bahnstrecke durch unsere Ortsteile. Man sollte alles daran setzen, aus diesen genialen infrastrukturellen Voraussetzung Vorteile zu ziehen und Mehrwert zu generieren.

  2. die jetzige Autobahnanbindung vom Standort Buch ist nach allen Richtungen ausreichend. Bei gesunder wirtschaftlicher Überlegung gibt es genügend andere kostenintensive Objekte zur Verwirklichung.
    Das NEIN zur neuen Anschlußstelle Karow/Buch ist sehr oft in meinem Kietz(Buch) zu hören.

    • Eine zutreffende Bewertung, die Anbindung des Standortes Buch ist „ausreichend“. Ausreichend ist 4. Wo Standortbedingungen Bestnoten haben, entstehen Arbeitsplätze. Hier in Buch entstehen Bürgerintitativen gegen Schaffung von Arbeitsplätzen, gegen Veränderung von Rahmenbedingungen, gegen Ansiedlung von Wirtschaft, gegen Nutzung vorhandener Potenziale, gegen Veränderungen … Eben nicht Buch, sondern Adlershof, Tempelhof und Tegel stehen deshalb verdienter Maßen im Interesse und im Fokus.

  3. Also, in meinem Bekannten- und Freundeskreis aus Karow sowie Buch ist nicht die Rede von einer Ablehnung des Autobahnanschlusses. Man fragt sich nur, wer sind diese Menschen die gegen Innovation und Fortschritt sind.
    Wie viele Firmen verlassen Berlin und Umgebung wegen diesen Diskussionen.
    Ich erinnere gerne an den Milchhof, Wochenmarkt, Produktionsstätten für Krankenhauszubehör u.s.w. Zum Glück hat ja Berlin noch Siemens, ach da war doch was.
    Ich werde immer daran erinnert, daß der Mittelstand der Esel ist der die Karre aus dem Dreck ziehen soll. Doch keiner hilft, obwohl immer alle es besser wissen.
    Die Gegend ist Strukturschwach und würde durch den Anschluss neue Impulse setzen, die zur Schaffung von Arbeitsplätzen führen würden. Also, entweder sind die Gegner Rentner oder Beamte die Ihr Geld sowieso bekommen, in jeden Fall niemand der durch Leistung sein Geld verdienen muß. Hoffen wir das Beste für den BAB-Anschluß.

    • Lieber Herr Stenschke,

      nichts gegen Ihren Freundeskreis, aber ich traue bei solchen Themen eher der fundierten Meinung von Stadtplanern, und die halten diesen Autobahnanschluss mehrheitlich für Unfug. Selbst wenn er für Pankow-Nord sinnvoll wäre, möchte ich, dass der Staat mit meinen Steuern sparsam und effizient umgeht, und da gäbe es tausend wichtige Stellen in Berlin, wo es vielleicht sogar gerechtfertigt wäre, auf meinem Rücken neue Schulden zu machen.

      Was Ihre Meinung über die AS-Gegner betrifft muss ich Sie leider enttäuschen, ich bin weder Rentner noch Beamter sondern Gründer und Inhaber einer Firma, die seit über 20 Jahren die Familien meiner Angestellten und meine eigene ernährt. Aber das passt wohl nicht in das Weltbild von jemandem, der den Bau neuer Straßen und Autobahnen immer noch für innovativ und fortschrittlich hält.

  4. Es ist sehr nobel und auch beachtens wert, das Sie seit 20 Jahren Menschen Lohn und Brot geben. Aber Sie werden mir doch zustimmen das in der heutigen Zeit kurze schnelle Wege ein wichtiger bestandteil für Erfolg darstellt. Erfolg den sicher auch Ihre Firma benötigt. Wie sollen sich den z. B. die Fahrzeugzahlen erhöhen wenn die Pendler nicht durch Karow sondern über die BAB zur Prenzlauer Alle fahren. Genauso würden viele die AS benutzen die Richtung Prenzlau unterwegs sind, anstatt sich bis zum Kreutz Schwanebeck zu quälen.
    Gerade für Firmen ist ein schneller An- bzw. Abtransport, wem erzähle ich das, wichtig. Es sollte meiner Meinung nach ein Kompromis mit AS gefunden werden.
    Der Staat muß auch eine Grundlage für die Ansiedelung von neuen Firmen schaffen, ja auch durch Steuergelder. Es haben sich sogar Firmen für Karow/Buch interessiert und bauten doch z.B. in Birkenwerder, auf Grund fehlender Anbindungen. Steuergelder die nicht mehr Berlin zur Verfügung stehen. In Bayern, Baden Würtemberg u.s.w.sogar NRW schafft permanent neue Infrastrukturen und damit neue Arbeitsplätze. Aber zum Glück, und das meine ich ernst, können Sie (ich hoffe noch lange) Ihre Mitarbeiter und deren Familien ernähren.

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